Webradio und Livestream

Tagestipp

Heute, 22:04 Uhr WDR3

WDR 3 Jazz

Giant Steps in Jazz Extended Version: Nat "King" Cole

Konzerttipp

Heute, 19:00 Uhr HR1

hr1 Live Lounge

Moderation: Tommy Stärker Immer montags wird das Radio zur Livebühne. Vom intimen Unplugged-Moment über Mitschnitte der hr1-Live Lounge bis zum Stadion-Event legendärer Popstars. hr1 sendet ab 20 Uhr die besten Konzerte und Live-Momente.

Hörspieltipp

Heute, 22:00 Uhr MDR KULTUR

Das Halbhalbe und das Ganzganze

Im Gedenken an die Opfer des rechtsextremistischen Terroranschlags von Hanau von Safiye Can Sie sprechen über Literatur, Kunst, Klassiker der griechischen Mythologie und mitunter über ein Gedicht von Nâzim Hikmet. Er nennt sie Sophia, sie nennt ihn Friedrich - sie sind, wie viele sagen würden, "gut integriert". Kinder der 2., vielleicht 3. Generation aus Familien mit Migrationsgeschichte. Wie begreifen sie sich? Als halb deutsch und halb das andere Land? Oder ganz das eine und ganz das andere? Darüber sind sie sich nicht einig. 2022 Als ihre Geschichte anfing, hörten sie Schubert und Deutsch-Rap, studierten, jobbten, teilten sich Kippen und hielten es aus, uneins zu sein. Aber das rassistische Attentat von Hanau ändert alles, auch im Rückblick. Wie gefährlich sind die rechtsextremistischen "Einzeltäter" und wie viele sind es? In die Geschichte von "Sophia" und "Friedrich" schlagen Angst, Wut und Trauer ein. Was haben Hanau und die mediale Rezeption von "Hanau" mit ihnen, mit uns gemacht? Mit Originaltönen aus dem Feature "Der letzte Tag" von Sebastian Friedrich und Musik u.a. von Aksu, Azzi Memo, Rola, Breaks Mics & Stylez, BRKN, Dein 16er für Hanau: Marshall, Kazim Koyuncu, und Morgenstern. Safiye Can studierte Philosophie, Psychoanalyse und Jura an der Goethe- Universität in Frankfurt. Sie ist Autorin und Dichterin der konkreten und visuellen Poesie. U.a wurde sie mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (2016) ausgezeichnet. Die Kurzgeschichte, die als Vorlage für Cans Hörspiel diente "Das Halbhalbe und das Ganzganze" erschien erstmals 2014. Zuletzt veröffentlichte Safiye Can den Lyrikband "Poesie und Pandemie" (2021). Safiye Can hat tscherkessische Vorfahren und lebt in Offenbach am Main. Andrea Geißler studierte Jüdische Studien und Islamwissenschaft in Heidelberg und Jerusalem, anschließend Dramaturgie in Frankfurt am Main. Sie ist als Autorin und Redakteurin tätig und war zuletzt Stipendiatin im Literarischen Colloquium Berlin. Ihr Hörspiel-Debüt »Hyperbolische Körper« wurde mit dem Publikumspreis der ARD Hörspieltage 2020 ausgezeichnet. »Das Halbhalbe und das Ganzganze« ist ihr Hörspiel-Regiedebüt. Regie: Andrea Geißler Produktion: Hessischer Rundfunk Mitwirkende: Kristin Alia Hunold Murat Dikenci Steffen Happel Uli Höhmann Marielle Layher (57 Min.)

Featuretipp

Heute, 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Die Mütter des Grundgesetzes Männer und Frauen sind gleichberechtigt Das Grundgesetz Die Geschichte eines Exportschlagers Das Kalenderblatt 28.11.1992 Erster Kauf-Nix-Tag Von Thomas Grasberger . Die Mütter des Grundgesetzes - Männer und Frauen sind gleichberechtigt Autor: Gerda Kuhn / Regie: Susi Weichselbaumer "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" heißt es im 2. Absatz im Artikel 3 des Grundgesetzes. Eine Selbstverständlichkeit, wie die überwiegende Mehrheit der heute lebenden Deutschen meint. Und doch - so selbstverständlich ist der Artikel nicht. Es bedurfte des energischen Einsatzes von vier Frauen, damit er heute so im Grundgesetz steht. Denn die Mehrheit im Parlamentarischen Rat, der zwischen September 1948 und Mai 1949 in Bonn an einer neuen deutschen Verfassung arbeitete, stemmte sich heftig gegen die Aufnahme der fünf Worte. Doch schließlich gelang es Elisabeth Selbert und Friederike Nadig von der SPD gemeinsam mit Helene Weber von der CDU und Helene Wessel von der Zentrumspartei den Verfassungsartikel durchzusetzen. Das Grundgesetz hat also nicht nur Väter, sondern auch Mütter. Eine Tatsache, die häufig vergessen wird. Gerda Kuhn stellt in ihrem Feature die Mütter des Grundgesetzes vor - streitbare Juristinnen, die sich nicht nur für den Gleichberechtigungsparagraphen eingesetzt haben. Erstsendung 21. Mai 2007 Das Grundgesetz - die Geschichte eines Exportschlagers Autorin: Katharina Kühn / Regie: Sabine Kienhöfer Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet, wodurch die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland schlug. Monatelang hatten die Delegierten des Parlamentarischen Rats zuvor diskutiert, gestritten und gekämpft. Immer dabei: Besatzungsoffiziere der westlichen Besatzungsmächte. Eigentlich sollte das Grundgesetz nur ein Provisorium sein, ein Übergang, nicht wie eine Verfassung einen endgültigen Charakter haben. Doch dieses Provisorium übersteht die Nachkriegszeit, stärkt das Selbstbewusstsein der jungen BRD, schafft es sogar, die Diskussion über eine neue Verfassung nach der Wiedervereinigung Deutschlands zu überstehen - und wird so, ohne dass es vom Volk ratifiziert wird, zur gesamtdeutschen Verfassung. Obwohl dieses fehlende Referendum immer wieder als Makel des GG kritisiert wird, inspiriert es andere Staaten: Neue Demokratien in Südamerika und Asien, in Süd- und Ostmitteleuropa nehmen es sich zum Vorbild. Heute wird es immer noch gefeiert, das Grundgesetz, das in Deutschland den Rechts- und Sozialstaat festschreibt - und die Grundrechte der Bürger an die ersten Artikel stellt: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Erstsendung 20. Mai 2019 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Matthias Eggert

Podcast

NDR Info

Hamburgs rot-grüner Senat vor Umbildung - Opposition reagiert verhalten

Nach Informationen von NDR 90,3 wird Bürgermeister Peter Tschentscher am Abend drei Wechsel im Senat bekanntgeben.

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NDR

Georges Simenon: Brief an meine Mutter

Nach einem autobiographischen Text von Georges Simenon. Als Georges Simenon in seine Heimatstadt Lüttich kommt, um seine 90-jährige Mutter während ihrer letzten Tage zu begleiten, richten sich im Krankenhauszimmer zwei Augen von verwaschenem Grau auf ihn. "Warum bist du gekommen, Georges?" So beginnt ein letztes, regloses "Duell" zwischen Mutter und Sohn. Wer war diese Frau? Wieso war ihr Kontakt zeitlebens gestört? Drei Jahre nach ihrem Tod schrieb Simenon seiner Mutter diesen Brief. Es ist sein wohl bedeutendster autobiographischer Text, keine finale Abrechnung, vielmehr der Versuch, zu verstehen. Mit: Werner Wölbern. Musik: Fatima Dunn. Übersetzung aus dem Französischen: Melanie Walz. Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann. Redaktion: Susanne Hoffmann. Produktion: NDR 2020.

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